• Nr. 1KI und digitale Transformation sind 2026 die wichtigste Priorität von Vorständen und Geschäftsführern.Horváth CxO Priorities Study 2026
  • 0,7 %ihres Umsatzes plant die produzierende Industrie 2026 für KI ein.Horváth CxO Priorities Study 2026
  • 73 %aller Interim-Mandate liegen bei Unternehmen mit 250 bis 9.999 Mitarbeitenden.AIMP-Marktstudie 2026

Was macht ein Interim Manager für KI im Mittelstand?

Er übernimmt auf Zeit die Verantwortung dafür, dass KI im Betrieb zu einer Fähigkeit wird und nicht ein Werkzeug Einzelner bleibt. Ich arbeite dabei in Ihrer Linie, nicht als Berater daneben: Ich nehme eine Aufgabe, die bei Ihnen liegen geblieben ist, zeige an ihr in Stunden, was mit KI anders geht, und baue mit Ihrem Team auf, was danach ohne mich weiterläuft.

Ist das ein Interim CAIO oder ein Interim CIO?

Der Sache nach ein Interim CAIO, also ein Chief AI Officer auf Zeit: die Führungsrolle, die im Unternehmen für KI verantwortlich ist. Im Mittelstand gibt es diese Stelle selten fest. Meist liegt das Thema beim CIO, beim CDO (Chief Digital Officer) oder direkt bei der Geschäftsführung, und dort neben dem Tagesgeschäft. Ich übernehme die Aufgabe dort, wo sie bei Ihnen hängt: als Interim CAIO neben einem bestehenden CIO, als Interim CIO oder CDO mit Schwerpunkt KI, oder als Verantwortlicher direkt unter der Geschäftsführung. Entscheidend ist nicht der Titel, sondern dass jemand die Verantwortung trägt, bis die Fähigkeit im Betrieb steht.

Warum ist KI im Mittelstand jetzt Chefsache?

Weil Vorstände und Geschäftsführer die digitale Transformation einschließlich KI 2026 erstmals über alle Branchen hinweg als wichtigste strategische Priorität nennen. Das zeigt die Horváth CxO Priorities Study 2026 mit über 1.000 befragten Vorstands- und Geschäftsführungsmitgliedern aus 32 Ländern; 95 Prozent sehen das Thema als wichtigen oder sehr wichtigen Faktor für Wachstum. Die produzierende Industrie plant für KI 2026 allerdings nur 0,7 Prozent ihres Umsatzes ein, die Dienstleistungsbranchen 2,6 Prozent. Zwischen Anspruch und Budget liegt die Lücke, in der ein Betrieb Unterstützung auf Zeit braucht.

Warum wird 2027 für den Mittelstand entscheidend?

Weil zwei Entwicklungen gleichzeitig in dieselbe Richtung laufen. In Rechenzentren für KI fließt Kapital schneller als in jedes frühere Großprogramm: rund 930 Milliarden US-Dollar in sechs Jahren, inflationsbereinigt mehr als für Apollo oder den Marshallplan. Zugleich fällt der Preis für die Nutzung von KI schneller als einst bei Strom, Batterien oder Rechenleistung: rund 13-mal pro Jahr, gemessen von 2023 bis 2026.

Investitionen: Jahre seit Programmstart
US-Eisenbahnen550 Mrd., 71 Jahre Interstate Highways620 Mrd., 37 Jahre F-35-Programm400 Mrd., 25 J. bisher Raumstation ISS 150 Mrd., 27 J. Apollo257 Mrd., 14 J. Marshallplan170 Mrd., 4 Jahre Manhattan 36 Mrd. KI-Rechenzentrenrund 930 Mrd. in 6 Jahren,2026 weiter steigend 02505007501.000 010203040506070 JAHRE SEIT PROGRAMMSTART · KOSTEN IN MRD. USD, INFLATIONSBEREINIGT

Quellen: Fin Moorhouse (Forethought), „Data centers vs. megaprojects“; Company reports, Epoch AI, FHWA, NASA, CRS, GAO, Brookings.

Preisverfall: Jahre seit Beginn, logarithmisch
Strom 1892 bis 1973 Lithium-Batterien 1991 bis 2024 Rechenleistung1940 bis 2001 DNA-Sequenzierung2001 bis 2022 KI 2023 bis 2026rund 13-mal billiger pro Jahr,gestrichelt: ab 2021 hochgerechnet Startpreis10×100×1.000×1 Mio.×1 Mrd.×1 Bio.× 0306090 JAHRE SEIT BEGINN DES PREISVERFALLS · WIE VIELFACH BILLIGER (LOG)

Quellen: Epoch AI (CC-BY), „The plunging price of thought“; Hersh, EEI, Nordhaus, Fouquet, Our World in Data, NHGRI.

In den Budgets kommt das noch nicht an. Die produzierende Industrie plant 2026 nur 0,7 Prozent ihres Umsatzes für KI ein. Genau das ist der Frühindikator: Sobald die Budgets abbilden, was technisch und wirtschaftlich schon möglich ist, wird KI die Betriebe in der Breite durchdringen. Meine Einschätzung: Das beginnt 2027, wenn die Budgets für das nächste Jahr stehen.

Große Konzerne fangen schon an. Im Einkauf von BMW arbeiten KI-Agenten mit eigenem Namen und eigenem Ressort: Mr. Flexibility prüft in Minuten, ob 10.000 zusätzliche iX3 machbar sind, wo Zellen fehlen und was das kostet. Bis Ende 2026 sollen die Agenten zusammenarbeiten, ab 2028 will BMW ein KI-orchestriertes Unternehmen sein. Die Namen sind Absicht: Die Agenten sollen Aufgaben selbstständig übernehmen. Quelle: Handelsblatt

Für den Mittelstand heißt das: Wer an solche Konzerne liefert, wird bald an ihrem Tempo gemessen. Ich rechne damit, dass Kunden ab 2027 von ihren Zulieferern erwarten, Anfragen in Stunden statt in Wochen zu beantworten, Daten sauber zu liefern und eine eigene KI-Strategie vorzuweisen. Wer das 2027 umsetzen will, muss es jetzt in Planung und Budget aufnehmen.

Wie eine KI-orchestrierte Organisation im Kleinen aussieht, zeigt mein eigenes KI-Team im Maschinenraum: Rollen mit Namen, Zusammenarbeit, Führung. Die ganze Argumentation mit allen Belegen steht im Vortrag „Von KI-Nutzung zur betrieblichen KI-Fähigkeit im Mittelstand“ zum Durchklicken.

Woran scheitert KI im Mittelstand am häufigsten?

Selten an der Technik, meist an Daten und Kompetenzen. In der Horváth-Studie 2026 steht die Datenbasis als größtes Hindernis vorn, danach folgen die Kompetenzen in der Belegschaft, die Integration in die Prozesse und die Datensicherheit. Deshalb fange ich nicht mit einer Werkzeugauswahl an, sondern mit einer konkreten Aufgabe und den Menschen, die sie heute erledigen.

Wann lohnt sich ein Interim Manager statt einer Beratung?

Wenn das Thema entschieden ist, aber niemand in der Linie die Zeit hat, es umzusetzen. Eine Beratung liefert Empfehlungen, ein Interim Manager trägt die Verantwortung, bis das Ergebnis steht, und übergibt dann. Typische Anlässe sind ein KI-Vorhaben, das nach dem Pilot hängen bleibt, eine Konzernintegration und eine Nachfolge, bei der der Betrieb noch am Inhaber hängt. Wie das konkret aussieht, zeigen die drei Situationen auf der Projektseite.

Für welche Unternehmen ist das gedacht?

Für technische Mittelständler und mittelständisch geführte Konzerntöchter in Deutschland, Österreich und der Schweiz, also dort, wo der Interim-Markt ohnehin seinen Schwerpunkt hat. Laut AIMP-Marktstudie 2026 entfallen 73 Prozent aller Interim-Mandate auf Unternehmen mit 250 bis 9.999 Mitarbeitenden. Maschinenbau und Anlagenbau sind laut DDIM-Marktstudie 2026 die beiden häufigsten Branchen, und 63 Prozent der Mandate liegen auf den ersten beiden Führungsebenen.

Was verlangt der EU AI Act von meinem Betrieb?

Zuerst KI-Kompetenz: Seit Februar 2025 müssen Unternehmen, die KI einsetzen, nach besten Kräften dafür sorgen, dass ihre Beschäftigten über ausreichende KI-Kompetenz verfügen (Art. 4 KI-Verordnung). Ein bestimmtes Niveau ist nicht vorgeschrieben, nichts zu tun erfüllt die Pflicht aber nicht. Die strengen Pflichten für Hochrisiko-Systeme, etwa in der Personalauswahl, gelten nach dem Digital Omnibus ab dem 2. Dezember 2027. Bei Bußgeldern gilt für kleine und mittlere Unternehmen jeweils der niedrigere Betrag (Art. 99).

Wie fängt man an?

Mit zwei Tagen statt mit einem Projekt. Der KI-Entscheidungssprint endet mit sichtbaren Optionen und einer Empfehlung: stoppen, weiter testen oder umsetzen. Wer zuerst selbst prüfen will, wo der Betrieb steht, nutzt die Selbstdiagnose: 12 Fragen, etwa 4 Minuten, ohne Anmeldung.

Quellen.

  1. Horváth CxO Priorities Study 20267. jährliche Studie, über 1.000 Vorstands- und Geschäftsführungsmitglieder aus 32 Ländern und 16 Branchen, Befragung März bis Juni 2026.horvath-partners.com
  2. Epoch AI: The plunging price of thoughtPreisverfall für KI-Nutzung im Vergleich mit Strom, Batterien, Rechenleistung und DNA-Sequenzierung, September 2026, CC-BY.epoch.ai
  3. Fin Moorhouse (Forethought): Data centers vs. megaprojectsInvestitionen in KI-Rechenzentren im Vergleich mit historischen Großprogrammen, inflationsbereinigt, April 2026; Bericht darüber.gigazine.net
  4. Handelsblatt: Diese Innovation bei BMW sollte sich die deutsche Wirtschaft abschauenKommentar und Video zu den KI-Agenten im BMW-Einkauf, Oktober 2026.handelsblatt.com
  5. AIMP-Marktstudie 202621. Marktstudie des Arbeitskreises Interim Management Provider zum Interim-Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz.aimp.de
  6. DDIM-Marktstudie Interim Management in Deutschland 2026Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V.ddim.de
  7. KI-Verordnung (EU) 2024/1689In der Fassung des Digital Omnibus, Verordnung (EU) 2026/1744 vom 8. Juli 2026, in Kraft seit 27. Juli 2026.eur-lex.europa.eu

Stand: Oktober 2026. Die Studien erscheinen jährlich, die Zahlen werden mit jeder neuen Ausgabe aktualisiert.

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